Die Fellbacher Kappelberghex

Neu 2015: Wieso „Kappelberghex“… Mit 40 Jahren heiratete eine bettelarme Krämerswitwe aus Zuffenhausen anno 1640 einen Fellbacher Bürger. Als Hexe wurde sie im Juni anno 1663 hingerichtet. Der Historiker Otto Borst erwähnt in seinem Werk über die Stadtgeschichte der Stadt Fellbach „Es gab 1663 sogar eine Hexe in Fellbach.“ 1662 stirbt dieser Fellbacher Bürger, und kurz nach seinem Tod wird die Witwe noch verdächtigt, mit dem Tod von dreien Kinder zu tun zu haben. Niemand in Fellbach hat ihr beigestanden. Alle hielten sie für eine Hexe. Trotz Androhung von Folter leugnet sie im Gefängnis sitzend, alles. Nach der Folter, bricht sie ein. Als man ihr verspricht, dass sie zu verschonen, gibt sie zu, eine Spinne im Schmalz eingerührt zu haben, das sie den Kindern brachte. Der Teufel, der in Gestalt eines jungen Burschen zu ihr gekommen sei, habe sie ihr gegeben und auferlegt, alle zu töten. Später nimmt sie alles wieder zurück und erklärt, sie sei unschuldig. Sie wird dennoch zum Tod durch das Schwert und zum Scheiterhaufen verurteilt. Und auf dem Weg zum Richtplatz auf dem Cannstatter Wasen wird sie mit glühenden Zangen gerissen…“ Ein Briefwechsel zwischen dem Vogt und dem Herzog zum Hexenprozess. Aus den Gerichtsakten und mehere Gutachten von Tübinger Professoren geht hervor, dass sie unschuldig war. Die Ärzte haben festgestellt, dass die Kinder erstickt sind. Es ist bekannt, dass verschimmeltes Getreide zu Erstickungsanfälle führte. Die Mediziner glaubten jedoch an Hexenwerk, und damit musste sie sterben. Fellbach liegt am Kappelberg und wir als Zunft wollen in Gedenken an diese Grausame Tat die Geschichte der „Hexe“ aufrecht erhalten. Daher der Ursprung „Fellbacher Kappelberghex“.

Quelle Fellbacher Zeitung


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